Kratomblätter: Wie sie aussehen und was Sie über sie wissen sollten
Kratom wird aus dem in Südostasien beheimateten tropischen, immergrünen Kratombaum gewonnen. Dessen Blätter werden getrocknet und zu Pulver oder Tee verarbeitet. Kratomprodukte wirken aufgrund ihres Alkaloidgehalts sowohl anregend als auch beruhigend. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Kratomblätter aussehen und was jeder Kratom-Konsument über sie wissen sollte.
Kratomblätter
Kratomblätter werden in Südostasien seit Jahrhunderten zur Anregung und Schmerzlinderung eingesetzt. Die Blätter zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
- Blattform – Kratomblätter haben typischerweise eine ovale oder lanzettliche Form. Die Blattspreiten sind elliptisch, etwa 5–17 cm lang und 3–12 cm breit. Der Blattstiel misst etwa 2,5–5 cm.
- Blattfarbe – Kratomblätter sind hellgrün. Die Farbe des getrockneten Pulvers variiert jedoch je nach Trocknungsverfahren (z. B. gelbes, rotes, weißes oder goldenes Kratom).
- Blattbeschaffenheit – Kratomblätter haben eine relativ feste Struktur. Beide Blattseiten sind glatt, die Unterseite ist manchmal mit feinen Härchen bedeckt.
- Blattnervatur – Die Blattnervatur ist üblicherweise weißlich oder rötlich. Sie weist etwa 11–17 Paare von Sekundäradern auf. Traditionell wird die Farbe der Adern zur Unterscheidung der verschiedenen Kratomsorten herangezogen. Die Adern selbst sind meist rot, hauptsächlich aufgrund des Gehalts an natürlichen Farbstoffen.

Die Ernte der Blätter von Mitragyna speciosa
Die Ernte der Kratomblätter ist der erste Schritt der Kratomverarbeitung. Das Ernteverfahren läuft nach strengen Regeln ab. Die Blätter werden von Hand geerntet, und es werden nur die hochwertigsten und reifsten Blätter verwendet. In manchen Regionen werden die Kratomblätter bereits nach 30 Tagen geerntet, während indonesische Bauern sie bis zu 50–60 Tage reifen lassen. Dank des längeren Reifeprozesses entsteht ein höherer Gehalt an wirksamen Alkaloiden, was sich direkt auf die Qualität und Wirksamkeit des resultierenden Kratoms auswirkt. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die wichtigsten der in den Kratomblättern enthaltenen Substanzen ihren höchsten Gehalt, bevor sie anschließend wieder abgebaut werden. Nach der Ernte werden die Blätter gründlich kontrolliert und von Verunreinigungen befreit, die die Endqualität des Kratoms beeinträchtigen könnten.
Trocknen der Kratomblätter
Nach der Ernte werden die Kratomblätter getrocknet und zerkleinert. Die korrekte Verarbeitung der Kratomblätter spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf ihre Qualität. Das Trocknen der Kratomblätter erfolgt meist in Glashäusern, da dort Temperatur und Luftfeuchtigkeit besser kontrolliert werden können. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind nämlich entscheidend, um den Gehalt an wirksamen Alkaloiden zu bewahren. Die Blätter werden auf mehrstufigen Gestellen getrocknet, wobei die genaue Trocknungszeit je nach Kratomsorte variiert. Der Prozess dauert 2–3 Tage. Alternativ können die Blätter auch an der Sonne getrocknet werden, was etwa 3–4 Tage dauert. Eine weitere Verarbeitungsmöglichkeit ist die innovative Methode der Fermentation der Blätter, hierbei werden diese mit Wasserdampf behandelt und anschließend an der Sonne oder im Glashaus getrocknet. Dieses Verfahren ist effizienter, schneller und schonender.

Zerkleinerung der Kratomblätter
Die Zerkleinerung der Kratomblätter beginnt mit dem Zerteilen der getrockneten Blätter in kleinere Stücke. Diese werden nun zu einem feinen Pulver zermahlen. Das Pulver wird abtransportiert und anschließend auf seine Qualität und seine Sicherheit für den Konsumenten überprüft. Insbesondere wird auf das Vorhandensein von Schwermetallen wie Blei, Quecksilber, Arsen oder Cadmium getestet. Auch der Alkaloidgehalt wird überwacht, ebenso das Auftreten von Bakterien und anderen unerwünschten Mikroorganismen. Nur durch die sorgfältige Einhaltung dieser Verfahren lassen sich höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewährleisten.