Langzeitfolgen der Kratom-Einnahme: Welche Risiken drohen Ihnen?
Der Konsum von Kratom ist nicht immer nur mit einer angenehmen, stimulierenden Wirkung verbunden. Insbesondere bei längerer Einnahme oder dem Konsum höherer Dosen können sogar Langzeitfolgen auftreten. Im folgenden Artikel erfahren Sie, welchen langfristigen Risiken sich Kratom-Konsumenten aussetzen.
Langzeitfolgen der Kratom-Einnahme
Studien zufolge kann die Einnahme von Kratom insbesondere bei längerer Dauer oder höheren Dosen folgende Langzeitfolgen haben:
1. Hautprobleme
Zu den Langzeitfolgen des Kratom-Konsums zählen unter anderem Hautprobleme. Studien zufolge entwickelten thailändische Arbeiter, die über einen längeren Zeitraum Kratom eingenommen hatten, eine Hyperpigmentierung der Haut, insbesondere im Wangenbereich.
2. Psychische Probleme
Insbesondere ein langanhaltender Kratom-Konsum kann sich negativ auf die Psyche auswirken. Es können Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, ein allgemeines Erschöpfungsgefühl oder sogar Depressionen und Psychosen auftreten. Besonders riskant ist die Einnahme von Kratom in Kombination mit anderen Suchtmitteln.
3. Verdauungsstörungen
Zu den relativ häufigen Langzeitfolgen von Kratom zählen auch eine Vielzahl von Verdauungsproblemen. Am häufigsten treten Verstopfung, Durchfall, Blähungen u. Ä. auf. Kratom verlangsamt die Verdauungsaktivität und bei plötzlichem Entzug kann der Körper gegenteilig reagieren – mit einer beschleunigten Verdauung, Krämpfen und Durchfall. Durchfall tritt auch häufig in Kombination mit Stress oder einem erhöhten Serotoninspiegel auf (ein Hormon, das eine Schlüsselrolle bei vielen Abläufen im Körper spielt, wie z. B. der Regulierung von Stimmung, Schlaf, Verdauung und Appetit). Diese Beschwerden dauern jedoch normalerweise nicht länger als eine Woche an. Menschen mit empfindlichem Verdauungstrakt sind ebenso wie Personen, die unter Beklemmungen, Darmproblemen oder einem hormonellen Ungleichgewicht leiden, anfälliger für diese Probleme.

4. Schlafprobleme
Auch länger anhaltende Schlafstörungen stellen keine Ausnahme dar. Zu den häufigsten Problemen zählen Schlaflosigkeit, Einschlafschwierigkeiten sowie ein häufiges Aufwachen und damit einhergehend eine übermäßige Müdigkeit und Energielosigkeit tagsüber.
5. Gewichtsverlust
Laut einigen Studien beeinträchtigt Kratom den Appetit, was zu einem Gewichtsverlust führen kann. Die Beeinflussung des Gewichts ist jedoch individuell sehr verschieden und in der Regel nur vorübergehender Natur.
6. Chronische Müdigkeit
Bei Menschen, die Kratom über einen langen Zeitraum oder in hohen Dosen konsumieren, kann als eine der Langzeitfolgen eine anhaltende chronische Müdigkeit auftreten.
7. Nieren- und Leberprobleme
Ein langfristiger oder übermäßiger Kratomkonsum wird manchmal mit negativen Auswirkungen auf die Nieren in Verbindung gebracht. Kratom erhöht die Belastung der Nieren und kann sie reizen oder sogar schädigen. Gleichzeitig besteht das Risiko von Leberschäden. Daher sollten Menschen, die an einer Nieren- oder Lebererkrankung leiden, auf eine Kratom-Einnahme verzichten.

So verhindern Sie Langzeitfolgen des Kratom-Konsums
Langzeitfolgen des Kratom-Konsums können durch die Berücksichtigung einiger wichtiger Tipps wirksam vermieden werden:
- In erster Linie ist es entscheidend, die richtige Dosierung von Kratom einzuhalten.
- Da Kratom den Körper leicht dehydrieren kann, ist es notwendig, auf eine regelmäßige Flüssigkeitsversorgung zu achten.
- Da jede Kratom-Sorte anders wirkt, ist es wichtig, eine sichere Option zu wählen.
- Kratom weist an sich bereits eine recht starke Wirkung auf, daher ist es ratsam, die Kombination mit Alkohol und anderen Suchtmitteln zu vermeiden.
- Seien Sie auch vorsichtig bei der Kombination mit Koffein, da sich die Wirkung dadurch vervielfacht.
- Vermeiden Sie die Verwendung von minderwertigem und nicht zertifiziertem Kratom.
- Wenn Sie den Kratom-Konsum einstellen möchten, gehen Sie dabei langsam vor und vermeiden Sie es, die Einnahme abrupt zu beenden.