Kratom und seine Nachweisbarkeit: Wird es bei Tests erkannt?
Kratom-Konsumenten sind häufig besorgt darüber, ob ein Drogentest die Substanz im Körper nachweisen kann. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über Kratom und seine Nachweisbarkeit durch Blut- oder Urintests.
Kratom und seine Nachweisbarkeit im Körper
Haben Sie Bedenken, dass Ihr Kratom-Konsum erkannt werden könnte? Gleich, ob es sich um einen Test im Bereich des Sports, am Arbeitsplatz oder im Rahmen einer anderen Untersuchung handelt – die Art des Tests (Blut- oder Urintest) ist entscheidend. Herkömmliche Drogentests weisen Kratom im Körper nicht nach, gezielte Tests hingegen können die Substanz selbst mehrere Tage nach dem Konsum noch detektieren. Dabei handelt es sich zumeist um Tests, die direkt auf das Vorhandensein von Mitragynin und seinen Abbauprodukten ausgerichtet sind.
Wie lange ist Kratom im Urin nachweisbar?
Kratom-Urintests sind weniger invasiv und kostengünstiger. Sie eignen sich gut für ein Basis-Screening. Mitragynin ist etwa 1–9 Tage nach der Einnahme im Urin nachweisbar. Die Testergebnisse können je nach Kratomsorte unterschiedlich ausfallen, da diese sich in Wirkstoffzusammensetzung und -konzentration voneinander unterscheiden.

Wie lange ist Kratom im Blut nachweisbar?
Kratom-Bluttests sind deutlich genauer als Urintests. Die Probennahme muss jedoch von Fachpersonal durchgeführt werden und der Test beinhaltet eine Laboranalyse. Eine einzelne Kratom-Dosis ist in der Regel bis zu 24 Stunden lang im Blut nachweisbar, bei höheren Einnahmemengen auch etwas länger.
Schnelltests zum Nachweis von Kratom im Körper
Eine weitere Möglichkeit ist es, spezielle Schnelltests zum Nachweis von Kratom im Körper einzusetzen. Deren Aussagekraft ist jedoch nicht allzu hoch. Viele Drogentests weisen die Wirkstoffe von Kratom im Körper überhaupt nicht nach, da sie nur für den Nachweis bestimmter Verbindungen gängiger Drogen (z. B. Opiate, Kokain, THC, Amphetamine usw.) entwickelt wurden.
Wann werden Kratom-Tests am häufigsten durchgeführt?
Kratom-Tests werden am häufigsten in den folgenden Bereichen durchgeführt:
- Arbeitsplatz – In manchen Branchen führen Arbeitgeber bei ihren Angestellten regelmäßig Kontrollen in Bezug auf den Konsum von Suchtmitteln durch. Insbesondere in Risikoberufen ist dies gängige Praxis.
- Verkehr – Da Kratom das Reaktions- und Urteilsvermögen beeinträchtigen kann, kann ein Fahrer, der Kratom konsumiert hat, für fahruntüchtig erklärt werden, falls ein Polizeibeamter sein Verhalten als gefährlich einstuft.
- Gerichtlicher und forensischer Bereich – im Rahmen von Gerichtsverfahren können in bestimmten Situationen detaillierte Laboranalysen erforderlich sein (z. B. bei Verkehrsunfällen, Sorgerechtsstreitigkeiten usw.).

Falsch positive Testergebnisse
Derzeit liegen keine umfassenden Forschungsergebnisse zum Risiko falsch positiver Ergebnisse bei Kratomtests vor. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass bestimmte Substanzen die Testergebnisse beeinflussen können, insbesondere bei weniger genauen Testmethoden. Sofern aber qualitativ hochwertige Laborverfahren angewendet werden, ist das Risiko falsch positiver Ergebnisse minimal.
Kratom-Tests und die Gesetzgebung
Kratom-Tests sind derzeit weder besonders weit verbreitet noch allzu einfach durchführbar. Der Nachweis von Kratom ist nur mit Hilfe gezielter Labormethoden möglich. Angesichts der stetig wachsenden Beliebtheit und der zunehmenden Diskussion um Kratom ist es jedoch vorstellbar, dass Kratomtests künftig zu den standardmäßigen Drogentests zählen werden. Dies könnte zur Einführung von Standard-Testkits für Kratom sowie einer steigenden Nachfrage nach den Leistungen zertifizierter Labore, und nicht zuletzt auch zu Druck auf die Hersteller führen, ausschließlich Produkte mit überprüftem Inhalt anzubieten.